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Selbstführung - das oft unterschätzte Fundament junger und neuer Führungskräfte

Hand aufs Herz: Wie viele Führungskräfte kennen Sie, die ihre Teams pushen, Projekte vorantreiben und nach außen Stärke demonstrieren? Und wie viele von diesen Führungskräften laufen innerlich längst auf der letzten Reserve?

Gerade neue Führungskräfte und Führungsnachwuchs geraten schnell in diesen Strudel. Sie wollen Erwartungen erfüllen, Ergebnisse liefern, Anerkennung gewinnen. Doch, wer sich selbst nicht führt, wird irgendwann auch niemand anderen mehr führen können.

Selbstführung ist kein „Nice-to-have“. Sie ist das Fundament. Ohne Selbstführung bleibt Führung eine Fassade. Und früher oder später bricht sie ein.

Was bedeutet Selbstführung überhaupt?

Selbstführung beschreibt die Fähigkeit, die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst zu steuern. Sie ist ein Mix aus Selbstreflexion, Selbstdisziplin und Selbstfürsorge.

Einige Kernelemente sind beispielsweise:

  • Klarheit über eigene Werte, Ziele und Prioritäten.
  • Emotionale Steuerung – nicht jede Emotion wird ungefiltert ins Team getragen.
  • Selbstfürsorge – Energie- und Ressourcenmanagement.
  • Selbstreflexion – Lernen aus Erfolgen und Fehlern.

Prof. Dr. Günter F. Müller (gilt als einer der zentralen deutschen Psychologen, die das Thema Selbstführung empirisch fundiert und praxisnah weiterentwickelt haben) bringt es prägnant auf den Punkt: „Es geht nicht immer darum, den Gipfel zu erreichen, sondern die gesunde Balance zu finden zwischen dem, was man will, und dem, was möglich ist.“

Warum Selbstführung gerade bei neuen Führungskräften kritisch ist

Neue Führungskräfte stehen im Spannungsfeld zwischen Eigenanspruch und Erwartungsdruck. Sie müssen sich in einer neuen Rolle beweisen, ohne alle Spielregeln zu kennen.

Zu den typischen Belastungsfaktoren gehören

  • Überhöhter Leistungsdruck („Ich darf mir keinen Fehler erlauben“).
  • Mangelnde Abgrenzung – zu viel Nähe zum Team oder zu viel Distanz.
  • Perfektionismus – alles muss sofort funktionieren.
  • Dauererreichbarkeit – ständige Verfügbarkeit über E-Mails & Smartphone.

Die Folgen?

  • Erhöhte Stresswerte, innere Unruhe, Erschöpfung.
  • Kurzfristig Produktivität, langfristig Burnout-Risiko.

Laut einer Gallup-Studie 2023 sind 67 % der deutschen Führungskräfte emotional erschöpft – bei unter 35-Jährigen sogar noch mehr.

Als positives Beispiel, das verdeutlicht, dass Selbstführung entscheidet, ob man Vertrauen gewinnt oder verliert ist sicher Jürgen Klopp. Er bleibt in seinem Auftreten authentisch, selbstkritisch und klar in der Kommunikation. Er lebt vor, wie Selbstführung durch Authentizität und Energieausgleich (z. B. bewusste Pausen, Humor, Fokus auf Teamgeist) wirkt.

Was lehrt uns die Forschung zum Thema Selbstführung?

1. Harvard Business Review (2021): Führungskräfte mit hoher Selbstführungskompetenz berichten von 23 % höherer Teamzufriedenheit und 17 % weniger Fluktuation.

2. Universität St. Gallen (2022): Selbstführung wirkt wie ein Puffer gegen Stress – Führungskräfte mit hoher Selbststeuerung hatten 40 % weniger Burnout-Symptome.

3. Institut für Führung und Personalmanagement, Universität St. Gallen (2020): Junge Führungskräfte, die Coaching nutzen, steigern ihre Selbstwirksamkeit signifikant innerhalb von 6–12 Monaten.

Fazit: Selbstführung ist kein weicher Faktor. Sie ist messbar und ein direkter Hebel für Unternehmenserfolg.

Wie funktioniert bessere Selbstführung?

Selbstführung lässt sich trainieren. Kein Wunder also, dass Tools wie das persolog® Persönlichkeits- und Selbstführungsmodell genau darauf abzielen, Klarheit und Handlungsspielräume zu schaffen.

5 Wege zu besserer Selbstführung:

1. Selbstreflexion
z. B.: tägliche Journaling-Fragen: „Was war heute mein größter Energiegeber? Mein größter Energieräuber?“

2. Grenzen setzen
„Nein“ sagen – nicht gegen das Team, sondern für die eigene Handlungsfähigkeit

3. Mentale Techniken
Achtsamkeit, Atemübungen, bewusste Pausen

4. Feedback nutzen
Regelmäßiges Sparring mit Kollegen oder Coaches

5. Ziele priorisieren
Fokus auf das Wesentliche statt Dauerfeuer im Klein-Klein

Provokant formuliert:
Wer glaubt, 12-Stunden-Tage wären ein Zeichen von Stärke, verwechselt Selbstzerstörung mit Führungsqualität!

Die Rolle von Coaching

Business Coaching und insbesondere systemisches Coaching bieten Führungskräften den Raum, diese Themen frühzeitig anzugehen:

  • Stärken und Schwächen ehrlich reflektieren
  • Einen klaren Blick auf eigene Stressmuster gewinnen
  • Tools entwickeln, die helfen, fokussiert und resilient zu bleiben

Coaching ist keine „Therapie für Schwache“, sondern ein Instrument für kluge Köpfe, die wissen, dass Führung innen beginnt.

Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Führungskräfte stehen heute vor Herausforderungen, die komplexer sind als je zuvor. Digitalisierung, Fachkräftemangel, Remote-Arbeit, Veränderungsdruck, globale Krisen – all das fordert.

Wer hier bestehen will, braucht mehr als Fachwissen. Sie oder er braucht Selbstführung.

Wer sich selbst verliert, verliert auch sein Team. Wer sich selbst führt, gewinnt Vertrauen, Leistung und Zukunft.

Für Personalentscheider in KMUs und Verwaltung gilt:
Die Investition in die Selbstführungskompetenz neuer Führungskräfte und den Führungsnachwuchs zahlt sich doppelt aus:

  • Weniger Fluktuation.
  • Höhere Teamleistung.
  • Mehr Arbeitgeberattraktivität.

Gerade im Raum Stuttgart – geprägt von Mittelstand, Industrie und öffentlichem Dienst – ist der Druck hoch. Wer hier als Führungskraft ohne Selbstführung auftritt, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Zukunft seines Teams.

Mein Angebot: Business Coaching für Unternehmen, Führungskräfte und Teams

Als zertifizierter Business Coach (BDVT) und persolog® Trainer für Selbstführung helfe ich, Klarheit zu gewinnen, innere Ausgeglichenheit zu finden und nachhaltige Führungsstärke aufzubauen. Ich, Stefan Hirzel, begleite Führungskräfte, den Führungsnachwuchs und Teams bei genau diesen Fragen.

Ob im systemischen Coaching, in Einzeltrainings, Teamworkshops oder im Mentoring für Nachwuchsführungskräfte: Ziel ist immer, dass

 

Fazit: Selbstführung ist der erste Schritt in die Zukunft

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